wie denkt ihr über "killerspiele"?

Aktuelle Theme, die die Welt bewegen

Moderatoren: vacation, rastasista, tischgrill

Antworten
Falcon89
Beiträge: 23
Registriert: 10.12.2006, 23:13
Wohnort: Westerwald^^
Kontaktdaten:

wie denkt ihr über "killerspiele"?

Beitrag von Falcon89 » 24.12.2006, 02:05

ihr fragt euch sicher wie ich auf das thema komme...ganz einfach...ich dachte die sache wäre seit so dingern wie der geschichte in erfurt durchgekaut aber anscheinend doch nicht wenn man sich diesen dahingerotzten blödsinn von Günther Beckstein reinzieht....

ich habs satt das die regierung bei amokläufern imma videospiele als sündenböcke nimmt....fast jede sau spielt solche spiele und wegen solcherlei einzelfälle kommen die direkt so an als würde jeder der mal ne runde cs spielt zum massenmörder abgerichtet....außerdem sieht man gewalt doch überall....so stark kann einen ein beschissenes videospiel doch eigentlich garnicht beeinflussen oda sehe ich des falsch??und wenn die tatsächlich sowas mal verbieten sollten oda sonstwas...glauben die des bringt irgentwas?die leute werden IMMER einen weg finden um an sowas drannezukommen....außerdem was glauben die eigentlich was sie aus uns machen wollen?irgentwelche kleinen mauerblümchen die den ganzen tag rosenkränze flechten,groenemeyer hören und super mario spielen(das ganze natürlich in rosa kleidchen ich meine normale kleidung könnte ja vllt zu brutal und gewaltverherrlichend sein)???man ey -.-

die leute die sowas getan haben hatten probleme und was weiß ich nicht was die ham des bestimmt nicht getan weil sie mal ne weile irgentnem videospiel ausgesetzt waren...anstatt solch unsinnige sündenböcke zu suchen sollten die mal lieber gegen gewalt an schulen angehen und solche dinge die wirklich verursacher für sowas sein könnten........

wie denkt ihr über des thema???

grüße falcon

rastasista
Beiträge: 2054
Registriert: 21.02.2004, 17:22

Beitrag von rastasista » 24.12.2006, 02:34

Ich denke , dass jeder darüber selbst entscheiden können sollte ,was er sich zumutet und was nicht. Alterskontrollen sind dabei schon gesetzt und das dürfte eigentlich ausreichen, wobei ich für jegliche Gewalt das Limit doch auf 18 hochsetzen würde. Es gibt einfach zu viele junge Männer ,die einfach ein wenig brutaler aufwachsen als der Rest und deswegen gefährdet sind , Straftaten generell zu begehen. Andererseits ist der Unterschied zwischen virtueller und reeller Tötung doch für jeden Menschen groß ,das heißt ,die wenigsten bringen sowas überhaupt fertig, was bedeutet, das tiefschürfendere Probleme vorliegen sollten. Ich würd also meinen ,dass man die Schuld auf niemanden und nichts direkt schieben kann, aber auch die Aufsichtspflicht der Eltern nicht unterschätzen sollte. Wenn Eltern ihr Kind vernachlässigen und es Problemen allein ausgesetzt ist nehme ich an , dass so ein Kind eher zu Gewalt geführt wird ,als Kinder die mit Hilfe der Eltern eine Lösung finden.
Wenn man dazu noch hinzufügt ,dass sich die Zahl der misshandelten Kinder in Deutschland häuft, sollte man vielleicht überlegen ob man nicht den Eltern noch mehr unter die Arme greifen sollte bei der Erziehung der Kinder und ihnen zeigen sollte, wie richtiges Familienleben funktioniert. Ich glaub es gibt zum Teil Leute ,die sowas gar nicht kennen....

Benutzeravatar
Jack Daniel
Beiträge: 106
Registriert: 08.03.2004, 14:09
Wohnort: südlich von Hamburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Jack Daniel » 24.12.2006, 15:19

Ich habe den dringenden Verdacht, dass Politiker wie Herr Beckstein mit solchen Forderungen von den wahren Problemen ablenken wollen - vielleicht weil sie Angst haben, sich mit diesen sehr viel komplexeren Problemen auseinander zu setzen. Wenn man sich die Gedanken des Amokläufers von Emsdetten vor Augen hält, müsste man eigentlich erkennen, dass dieser Typ ein generelles Problem mit unserer Gesellschaft hatte. Und so übel das klingt: in einigen Punkten hatte er nicht einmal Unrecht. Das rechtfertigt natürlich keinen Amoklauf bzw. das Töten und Verletzen von Unschuldigen. Ich denke aber, das nicht direkt danach einfach die PC-Spiele oder seine Eltern schuldig gemacht werden sollten. Sicher, die Eltern tragen eine Mitschuld - er hat schließlich zig Waffen bei sich gehortet und die habens scheinbar gebilligt (gewusst haben müssen sie es, denn die Lagen da den Bildern zu folge regelrecht im Zimmer verstreut). Nur: niemand bezieht sich auf die Zustände an seiner Schule. Wie haben sich seine Mitschüler gegenüber ihm verhalten? Wie wurde er von den Lehrern behandelt? Alles Fragen, vor denen die Politiker die Augen verschließen zu scheinen. Es steht alles punktgenau in seinem Abschiedsbrief. Und jemand der so mit seinem Leben und mit dieser Welt abgeschlossen hat, der braucht kein "Killerspiel" um zum Mörder zu werden.

Obendrein nervt mich dieses ganze Gejammer von CSU-Politikern wie Ede Stoiber oder Günther Becktein auch aus anderen Gründen: Stoiber hat die alte Regierung wegen ihrer Haltung zur USA vor und während des Irak-Kriegs dauernd kritisiert. Da hieß es wir müssten unserem großen Bruder beistehen. Im Endeffekt wurde aus dem Irak ein Schlachtfeld gemacht in dem bis heute täglich teilweise hunderte Menschen ihr Leben lassen müssen, alles Nachwirkungen eines sinnlosen Krieges den die Amerikaner angezettelt haben. Und das ist das, was Edmund Stoiber unterstützt? Ist es so schlimm, wenn ein PC-Spieler virtuelle Gegner erledigt? Schlimmer als der sinnlose (reale) Tod von zigtausenden von Menschen? Sowas halte ich für scheinheilig.
[img]http://www.bildblog.de/postkarten/jan-gerd_t_1.jpg[/img]

Antworten