In was für einem Rechtsstaat leben wir eigentlich???????

Innen- und Außenpolitik

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Prince Charming
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In was für einem Rechtsstaat leben wir eigentlich???????

Beitrag von Prince Charming » 01.11.2006, 10:02

Hallo ihr Lieben,

heute ist mal wieder so ein bescheidener Tag, an dem ich mich ernsthaft frage, ob der Staat noch ganz rund läuft.

Zur Vorgeschichte sei gesagt, das ich fast 10 Jahre lang selbständig war und immer schön brav bezahlt habe.... und das nicht wenig!

Angefangen damit, das die Herren Politiker umbeding meinten, sie müssen es zullassen, das auserhalb des Ortszentrums ein riesiges Einkaufscenter gebaut wird, welches den Tot der ortsansässigen Geschäftsleute bedeutete,

über

das die Zahlungsmoral der Firmen und Privatpersonen immer schlechter wird... hier kann man echt sagen je größer der Kunde um so schlechter die Zahlungsmoral.

welches mich dazu zwang meine hart erarbeitete Firma schließen zu lassen.........



und nun kommt es...

die von euch die uns ein wenig besser kennen, wissen das wir in Hankensbüttel eine recht große Wohnung gemietet hatten.
Durch den Auszug meines Sohnes zu Beginn der Sommerferien stand uns aber als ALG II Bezügler nicht eine solch große Wohnung zu, ein Umzug in eine kleinere Wohnung wird aber nur bei arbeitsaufname in einem entfernten Landkreis bewillig.

Das ist doch nich zu fassen!!!!

folgedessen durften wir immer schön von dem bisschen Geld was wir bekamen auch noch einen nicht unerheblichen Teil der Miete beisteuern.

das allein ist schon "zum am Kopf fassen".

so ging es aber nun nicht weiter denn wir hatten ständig das Problem, das am Ende vom Geld noch so viel Monat über war.

*sorry, meine Ironie geht mit mir durch!

Wir entschlossen uns nach Rücksprache mit meinen "Schwiegereltern in späh" und unseren Freunden, einen Umzug hier nach Schönau Berzdorf in Eigenregie und mit Hilfe unserer Freude (schnegge, seven, jt cook , tommy und ganz besonders craddy) durchzuziehen.

damit fing die Mieserie erst richtig an.

Wir mussten drei Wochen hinter unseren Aufhebungsbescheid aus dem alten Landkreis hinterher betteln, welches zu folge hatte, das der neue Landkreis vorher erst garnicht unseren Antrag bearbeitet.

An dieser Stelle sei angemerkt, das sich in unserem Haushalt ein fast dreijähriges Kinds befindet.

Das heisst also auch kein Geld.......

Heute bekam ich telefonisch die Auskunft, nachdem ich am Freitag persönlich den noch fehlenden Aufhebungsbescheid zum Landkreis gebracht habe, das dieser noch nicht bei unserer Sachbearbeiterin vorlag.

Ich wollte Sie durchs Telefon ziehen, entschied mich dann aber doch dazu ruhig zu bleiben, denn man möchte ja schließlich etwas von dieser Person, und
"sie Sitz ja bekanntlich am längeren Hebel".

Nach ihrer Aussage sei eine frühste Überweisung von Bezügen, wenn uns denn welche zu ständen, nächste Woche Dienstag möglich, so das wir vielleicht am darauf folgendem Wochenende über Geld verfügen könnten.

(Gedanken meinerseits: Essen und trinken gibt es bis dahin bestimmt umsonst*ironisch gedacht )

Wie stellen sich das diese Bürokraten denn bitte vor ?????

Ein weiteres Thema sind Bewerbungen:

Man will ja möglichst schnell aus diesem ALG II Bezug raus, zumindestens geht es uns so.

Also schreibt man wie blöde Bewerbungen. Bei mir waren es im letzten Monat über dreißig Stück, jede Bewerbung kostet mich im Schnitt so ca. 9,50 Euro. Was macht das Amt ???????

Sie bewilligen 5,00 Euro pro Bewerbung und dann auch nur für 15 Stück statt für die eingereichten 30, wie soll das gehen.....

eine Gelddruckmaschiene habe ich noch nicht im Keller stehen, wobei mir da ein Gedanke kommt ( hämisch grinst)

nun wurde meine Mühe des fleisigen Bewerbungsschreiben auch belohnt, am Montag bekam ich einen Anruf einer Firma aus Chemnitz, ob ich mich am Donnerstag um 10.00 vorstellen könne...... super Freu entlich !!!

.... was mach ich ? Voller Vorfreude rufe ich beim Amt an.....
Geschlossen .,... Brückentag....... super :-(

Dienstag ..... Feiertag ..... super :-(

und heute........

Die eine Dame......... "das Geld für die Fahrt müssen sie vorstrecken"

.........wovon denn bitte ????
...... von dem geld was ich in zehn tagen vielleicht auf meinem Konto habe !!!!!


ist das noch normal?????

da bekommt man die Chance zum Arbeiten, nach was weiß ich nicht wieviel Bewerbungen und dann das



wo soll das noch hin führen?????



So den Frust musste ich mir einfach mal von der Seele schreiben, vielleicht gibt es ja noch andre mit gleichen Problemen, oder ähnlichen, das man Erfahrungen austauschen kann.


Denn mir stellen sich erlich die Fragen....


...... wie sollen wir uns die nächsten zehn Tage ernähren?
...... soll ich überhaupt noch Bewerbungen schreiben, und wenn ja wovon?
...... darf ich schon mal wieder anfangen Katons zu packen,
weil wir die Miete ja auch noch nicht begleichen konnten?

und und und


:(
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Beitrag von Madonna » 01.11.2006, 10:15

mmmh, das ist ja echt alles nicht so schön...eigentlich totaler Absturz...und hier paßt das Wort echt mal...

Zu der Wohnung...das raff ich irgendwie nicht. Man wird doch einer neuen Wohnung zugewiesen, das heißt, daß man eine bestimmte Quadratmeterzahl vorgeschrieben bekommt und wenn Ihr eine Wohnung in der Größe findet, zahlt doch der Staat....oder hab ich da jetzt was falsch verstanden???

Zu der momentanen finanziellen Lage: Also, wenn das Arbeitsamt nicht zahlt und die Anträge noch nicht durch sind, geh einfach zum Sozialamt und lass Dir einen Vorschuß geben. Das müßte eigentlich klappen. Geh aber lieber gleich persönlich hin. Am Telefon weisen die einen nur ab. Gib die Gründe an, warum Du einen Vorschuß benötigst. Und wenn dann noch so ein kleines Kind mit im Haushalt lebt, dann müßte das eigentlich hinhauen....oder haste das alles schon probiert???

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Prince Charming
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Beitrag von Prince Charming » 01.11.2006, 10:25

hallo Donna,

danke für deine Antwort.

also nochmals zur Wohnung:

Die Wohnung hatte ich schon vor dem ALG II Bezug, und zu der Zeit lebte noch mein Sohn bei mir, und ein Teil der Wohnung habe ich gewerblich genutzt. Als es jetzt zum Bezug vom ALG II kam, wurde mir ein Teil der Miete angerechnet, den auch der LK bezahlt hat, den Rest musste ich von meinen Geld bezahlen, auf die Frage hin, in eine kleine Wohnung zu ziehen, bekamen wir dann halt nur die Antwort, das ein Umzug nur vom Amt bewilligt wird, wenn ein Arbeitsverhältniss sich ankündigt, welches unzumutbar weit von derzeitigen Wohnort wäre, ansonsten müssen wir die kosten für den umzug selber tragen.... was wir dann ja auch getan haben.

zum Thema Sozialamt...

da haben wir schon wer weiß nicht wen alles angerufen, und keiner konnte uns sagen wo oder wer für uns hier zuständig ist.


Gruß

Prince & Jade
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Beitrag von Madonna » 01.11.2006, 10:53

Das gibt´s doch gar nicht...also das mit der Wohnung is ja man echt Schwachsinn...warum zieht man denn in eine kleinere Wohnung? Weil man kein Geld dazu hat eine größere noch zu bezahlen. Und wenn sich ein Arbeitsverhältnis ankündigen würde, müßte man ja auch nicht umziehen, weil man die Miete dann ja wieder aufbringen kann...Vollidioten. Das würde ich denen auch sagen!!!

Also tut mir leid. Die Region Hannover ist zwar auch bekloppt...aber so bekloppt nun auch wieder nicht. *kopfschüttel*

Naja, zu dem Vorschuß kann ich Dir auch nur sagen, daß Du da Dampf machen mußt. Dann geht das. Wir haben hier auch mehrere Rechtsstreit, weil Hartz IV nicht bewilligt wird oder nicht vollständig oder halt die Miete angerechnet wird, weil man in einer Partnerschaft lebt. Also wir schicken die Leute ebenfalls zum Sozialamt und das kappt dann auch meistens. Ansonsten nimm Dir einfach nen Anwalt. Wenn Deine wirtschaftlichen Verhältnisse momentan so schlecht aussehen, bezahlt der Staat ja auch den Anwalt....und nur mal so: Für so eine Sache zahle ich auch gerne Steuern.....

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Beitrag von Prince Charming » 01.11.2006, 11:07

Hallo nochmal Donna,

das ist ja der Hohn der Sache, die letzten 10 Jahre war ich gut genug dem Staat monatlich mehrere Tausend Euro zu zahlen und dann so was....

das mit dem Anwalt ist halt so eine Sache, das haben wir in Gifhorn schon durch, der braucht auch seine Zeit....., und die haben wir halt nicht.... morgen könnte ich mich Vorstellen, aber es soll wohl nicht sein, vielleich war der Anwalt in GF aber auch nur unfähig ???

Keine Ahnung, für mich bricht der Glauben an diesen Staat gänzlich zusammen, für mich stützt eine Welt ein.......

und das schlimmste für mich selbst ist, das ich noch nicht einmal die Möglichkeit habe, meine Kinder zu sehen oder zu holen (die würden mir ein wenig Kraft geben), und wenn doch käme halt das nächste Ding, wie ernähre ich Sie....


das ist alles so zum "da hin brechen"

aber danke dir dennoch für deine Tipps
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Beitrag von tommy » 02.11.2006, 17:23

tach prince
ich kenn sowas-nun nich mit hartzIV
da weiss ich die brauchen nur feuer
ich ärger mich mitm jugendamt hier rum
meine kinder bekommen nämlich keinen unterhalt von meiner ex-frau
einem bekannten von mir erzähln die er müsse sein haus verkaufen um unterhalt zu zahlen
weil er keine arbeit hat
da passiert nichts!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
is das die berühmte gleichberechtigung???
ich glaube nich.....oder?



lg tommy

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Beitrag von Madonna » 02.11.2006, 17:29

Ey...habt Ihr alle die falschen Anwälte oder wie???

Soooo einfach können sich das die Leute ja nun nicht machen die Unterhalt zahlen müssen tommy...

Arbeitet Deine Ex-Frau nicht? Hat die neuen Partner mit dem sie zusammen lebt oder ist sogar schon neu verheiratet?

Wie alt issn die und wenn sie nicht arbeitet, seit wann nicht mehr???

Das gibt´s doch alles nicht....will ja nicht prahlen...aber mein Chef versucht da echt alles rauszuholen..gerade wenn es um solche Sachen wie Unterhalt etc. geht...

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Beitrag von JadeDrachen » 02.11.2006, 18:23

hallo ihrs...

also tommy, du hast doch sicher nen unterhaltstitel, der festlegt, wie viel deine ex zahlen muß... wenn ja, zahlt das arbeitsamt eigentlich den rest, den das jugendamt nicht zahlt, denn die geben dir ja nur den unterhaltsvorschuss (127€ sind das).
ansonsten: anwälte aufsuchen! pfänden lassen, die harte tour aufziehen eben... und auf pkh beharren! nicht wie bei uns, daß hinterher die rechnung kommt, weil man davon ausgeht, daß pkh beantragt wurde ( was nicht der fall war!) das gibt schlafmützen... wir sollen etwa 250€ nun zahlen... als hätten wir die geldscheiße!

und heute erklärt man uns, das geld sei nächste woche da... und wir haben hier nichts mehr und morgen vorstellungsgespräche... die ich wohl absagen kann *seufz* dabei könnte ich arbeiten... hab eben nur kein sprit mehr und ohne geld muß ich den klauen oder wie???!!! das passt vorn u7nd hinten nicht...
Es ist nicht die Angst, die in der Dunkelheit auf uns wartet, sondern der schöne Traum, der hofft, von uns gefunden zu werden.

Lodl
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Re: In was für einem Rechtsstaat leben wir eigentlich???????

Beitrag von Lodl » 06.02.2011, 17:22

Hallo
Auch ich kenne beide Seiten in unserem Land ( Kleinselbständigkeit u. Arbeitnehmer).
Ich kann zwar nicht alle Punkte in deinem Schreiben für richtig halten, aber bezüglich der Arge/Sozialamt kann ich dich voll und ganz bestätigen.
Auch ich bin der Meinung , dass man bei der Arge mit einen Sonderschulabschluss total überqualifiziert ist.
Auch im Bereich der Willkür bei unseren Arge-Mitarbeitern hab ich die gleichen Erfahrungen gemacht wie du.

Ich möchte sogar soweit gehn und die Frage in den Raum stellen ob wir überhaupt noch in einem Rechtsstaat / Demokratie leben. Zumal der normale Bürger um seine Rechte zu Verstehen unbedingt auf einen Übersetzer(Anwalt) angewiesen ist, damit er überhaupt eine eine Chance hat, gegenüber der Beamtenwillkür zu seinem Recht zu kommen.

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